Recht bei Shakespeare, Orwell & Co.

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Bodo Pieroth veranschaulicht anhand bekannter Werke der Weltliteratur die Grundprobleme des Rechts in historischer und aktueller Perspektive. Wie gut er das kann, hat er bereits in den Vorgängerbänden „Recht und Literatur“ (2015) sowie „Recht und amerikanische Literatur“ (2017) gezeigt. Seine Themen sind das Verhältnis von Recht zu Gewalt, Macht, Staat, Gesetz, Gericht oder Strafe. Dabei wird deutlich, was Gerechtigkeit im sozialen Rechts- und Verfassungsstaat tatsächlich bedeutet.

München, 05. April 2019 – Während der erste Band deutschsprachige Werke behandelte und sich Pieroth im zweiten Band der US-amerikanischen Literatur widmete, sind nun Werke der britischen Weltliteratur an der Reihe. Er spannt dabei einen Bogen vom Ende des 16. Jahrhunderts bis weit in das 20. Jahrhundert und versammelt fast alle Autoren, die Rang und Namen in der britischen Literatur haben. Um dem Leser den bestmöglichen Eindruck vermitteln zu können, werden die besprochenen Werke anhand ausführlicher Textauszüge präsentiert und anschließend mit Essays zur Rolle des Rechts analysiert.

Bodo Pieroth hat sein Buch „Recht und britische Literatur“ in drei thematische Gruppen eingeteilt. Teil 1 handelt von der Existenz des Rechts. So zeigt er zum Beispiel, wie William Shakespeare in „Der Kaufmann von Venedig“ spielerisch verschiedenen Funktionen des Rechts demonstriert: als Rache, als Gerechtigkeit aber auch als Gnade.

Teil 2 ist der Kritik des Rechts gewidmet. Diese findet sich etwa bei Jonathan Swift, Henry Fielding oder Charles Dickens. Auch Joseph Conrad übte in „Herz der Finsternis“ Kritik an den Auswirkungen des kolonialen Rechts. Zu guter Letzt geht Pieroth in Teil 3 auf die Leistungen des Rechts ein. So zeichnete beispielsweise Walter Scott ein positives Bild der britischen Strafrichter, weil sie das Recht auch gegenüber Minderheiten gleichheitlich anwendeten.

Konkret werden im Buch folgende Werke behandelt:
- William Shakespeare: Der Kaufmann von Venedig
- Thomas De Quincey: Der Rächer
- George Orwell: 1984
- Jonathan Swift: Gullivers Reisen
- Henry Fielding: Amelia
- Charles Dickens: Bleak House
- Thomas Hardy: Der Bürgermeister von Casterbridge
- John Galsworthy: Justiz
- Joseph Conrad: Herz der Finsternis
- E. M. Forster: Auf der Suche nach Indien
- Wilkie Collins: Die Frau in Weiß
- George Eliot: Felix Holt, der Radikale
- Walter Scott: Die beiden Viehtreiber
- Robert Louis Stevenson: Die Herren von Hermiston
- C. P. Snow: Der Schlaf der Vernunft

Juristen wie Nichtjuristen macht Pieroth so auf eine ganz besondere Weise mit bedeutenden Werken der Weltliteratur vor dem Hintergrund juristischer Probleme bekannt.

Bodo Pieroth, Recht und britische Literatur. Von William Shakespeare bis George Orwell,
Verlag C.H.BECK, 2019, 312 Seiten, gebunden
€ 29,80, ISBN 978-3-406-73747-3

Zum Abdruck frei. Belegexemplare erwünscht.
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