Udo Di Fabio "Schwankdender Westen"

München, 14. September 2015 - Wer heute vom Westen redet, meint ein Gesellschaftsmodell persönlicher Freiheit und demokratischer Selbstbestimmung. Faszination und Erfolg dieses Modells sind ungebrochen. Doch an der Peripherie zerfallen Staaten, kehrt der Krieg zurück, im Innern verlieren die Gesellschaften an Zusammenhalt, der Westen ist aus dem Tritt geraten. Schuldensog und gesellschaftliche Stagnation sind für manche bereits ein untrügliches Zeichen für den Abstieg der alten Demokratien. Andere glauben, dass der Kapitalismus am Ende sei und durch neue gerechtere Formen des Wirtschaftens ersetzt werden müsse. Sind solche Krisenbefunde richtig? Was sind die Maßstäbe, um ein Urteil zu wagen?

Udo Di Fabio ist davon überzeugt, dass der Westen stark ist. Aber er kann sich selbst gefährden, wenn er seine Stärken für Schwächen hält und seine Kraftquellen verschüttet. Der renommierte Verfassungsrechtler stellt die westliche Gesellschaft auf den Prüfstand und zieht Bilanz. Welches Bild vom Menschen und von der Welt leitet uns? Sind Würde und Freiheit der Person und gesellschaftliche Institutionen, wie Demokratie, Rechtsstaat und soziale Marktwirtschaft, in Gefahr?

Di Fabio analysiert aktuelle Entwicklungen, schärft die Perspektiven einer gerechten Ordnung persönlicher Selbstentfaltung und plädiert für ein neues Gesellschaftsmodell.

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio ist Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bonn. 1987 promovierte er im Fach Rechtswissenschaften, 1990 im Fach Sozialwissenschaften. 1992 habilitierte er sich. Von 1999 bis 2011 war er Richter des Bundesverfassungsgerichts. Bei C.H.BECK ist er Autor im Grundgesetz-Kommentar Maunz/Dürig sowie des Buches "Die Kultur der Freiheit" (2005) und aktuell "Schwankender Westen".

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