Business English – Missverständnisse vermeiden

München, 15. April 2010 – Kundenbeziehungen mit Asien, Geschäftspartner in den USA, eine Kooperation in den Niederlanden – die Geschäftswelt kennt keine Grenzen. Damit die Kommunikation stimmt, bedarf es einer gemeinsamen Sprache. „Obwohl Englisch längst Businesssprache Nummer eins ist, kommt es immer wieder zu Missverständnissen“, sagt Nicole Lehnert, Anglistik-Expertin und Autorin des neuen Beck kompakt-Ratgebers „Business English“ (Verlag C.H.Beck). Schwierigkeiten mit der Verständigung sollten aber unbedingt vermieden werden, um erfolgreich zu sein. Beispiel Begrüßung. Häufig begrüßt man sich im Englischen mit der Frage: How are you? „Anders als in Deutschland, erwartet Ihr Gegenüber im englischsprachigen Raum keine längeren Ausführungen zum Gesundheitszustand und Wohlbefinden der Familie“, warnt Nicole Lehnert.

„Antworten Sie einfach mit: Thanks I am fine – auch wenn es Ihnen nicht blendend geht.“ Das gilt vor allem für Gespräche mit Vorgesetzten, Kunden und Geschäftspartnern. Nicole Lehnert: „Unter Kollegen ist ebenfalls die Antwort ,Not bad’ möglich.“

 

Thema Siezen. Anders als in Deutschland ist es in vielen englischsprachigen Ländern üblich, sich im Geschäftsleben mit dem Vornamen anzureden. Dabei gelten ähnliche Benimmregeln wie hierzulande: Gleichaltrige sowie Kollegen auf gleicher Hierarchiestufe sprechen sich mit Du an. Ranghöhere bieten Rangniedrigeren den Vornamen an. Um Fettnäpfchen zu umgehen, empfiehlt Sprach-Expertin Lehnert: „Stellen Sie sich am besten mit Vor- und Nachnamen vor. In den meisten Fällen wird Ihr Gegenüber dann automatisch vom Vornamen Gebrauch machen.“

 

Auf eine saubere Aussprache ist im Geschäftsalltag ebenfalls zu achten. Wer etwa mit seinem Businesspartner Small Talk über das schlechte Wetter führt, kann sich den beabsichtigten Deal schnell verhageln. „Spricht man nämlich ,bad weather’ etwas undeutlich aus, versteht Ihr Gegenüber möglicherweise ,bed-wetter’“, erläutert die Augsburger Ratgeberautorin. „Das bedeutet soviel wie Bettnässer und könnte Sie sprachlich vor ganz neue Herausforderungen stellen, um das Missverständnis wieder aufzuklären.“

 

 

Weitere Gefahren lauern bei Wörtern, die im Deutschen und Englischen sehr ähnlich klingen, aber unterschiedliche Bedeutungen haben:

 

blutiges Steak (Zubereitungsart) – rare Steak
bloody Steak – verdammtes Steak

 

 

Brief - letter
brief – kurz

 

Chef - boss
chef – Koch / Küchenchef

 

Fabrik - factory
fabric - Stoff

 

Formular – form
formula - Formel

 

Gift - poisen
gift – Geschenk

 

 

 

Nicole Lehnert, Business English, Reihe Beck kompakt, Verlag C.H.Beck, 2010, 6,80 Euro, ISBN 978-3-406-60265-8, www.beck-shop.de/30794

 

 

 

 

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