Ärger im Alltag? So bleiben Sie cool

Christian Bremer_Achtsamkeit

München, 06. Juli 2015 - Sieben Tipps für die Achtsamkeit-To Go
Nach einer Harvard-Studie ist das Herzinfarkt-Risiko von Menschen, die sich oft ärgern, um 500% höher. Das sollte Anlass genug sein, sich weniger aufzuregen und nicht so schnell hochzukochen. Es gibt unzählige von diesen klassischen, wiederkehrenden Situationen, in denen der Puls nach oben schießt, Schweiß ausbricht und man wild toben könnte. Wie Sie es schaffen, in den folgenden sieben Situationen cool zu bleiben, lesen Sie hier:

 

  1. Ärger im Straßenverkehr: Hitze, überfüllte Straßen und zu allem Übel beweist ein anderer Verkehrsteilnehmer sein mangelndes Fahrtalent. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. Denken Sie sich zuerst: „Der darf das!“ – anstatt sich zu ärgern. Hört sich komisch an, beruhigt aber ungemein. Danach freuen Sie sich über Ihren eigenen, natürlich stets perfekten Fahrstil. Also: Genießen Sie die Fahrt, die Musik und Ihr Auto.
  2. Ärger über unzuverlässige Kollegen: Wenn Sie wieder mal auf einen Kollegen warten dürfen, nutzen Sie diese Zeit für eine Pause. Anstatt sich darüber zu ärgern, rufen Sie ihn an und fragen, ob es sich lohnt zu warten. Wenn ja, genießen Sie die Pause und denken an was Schönes. Sie wünschen sich so oft eine Pause – jetzt haben Sie eine. Machen können Sie ja sowieso nichts. Übrigens kann es auch ok sein, einfach zu gehen – wer zwingt Sie denn, zu warten?
  3. Ärger über Unordnung: Wenn Sie das nächste Mal auf ein Chaos stoßen, halten Sie einen Moment inne, anstatt sofort loszumeckern und fragen sich: „Wofür kann ich jetzt dankbar sein?“. Wenn Ihre Kinder nach dem Abendessen nicht aufgeräumt haben, seien Sie für einen Augenblick zutiefst dankbar, dass Sie alle offensichtlich genug zu essen haben und gesund sind. In diesem Bewusstsein sprechen Sie deutlich an, warum Sie es anders haben wollen.
  4. Ärger über Angriffe anderer: Wenn Sie das nächste Mal von anderen verbal angegriffen werden, sagen Sie nach einer kurzen Atempause lächelnd mit Blickkontakt: „Interessant, dass Sie das sagen, wie genau meinen Sie das?“ Sie werden sehen, es funktioniert. Erst zeigen Sie so (bitte ehrliches!) Interesse und dann gewinnen Sie Zeit und Informationen. Trainieren Sie das – es macht Sie unabhängig und zu einem starken Gesprächspartner.
  5. Ärger über unsinnige Aussagen anderer: Wenn Sie das nächste Mal denken „Was für ein Quatsch!“, dann sagen Sie sich für einen kurzen Moment: „Christian (nehmen Sie Ihren Namen), bist Du manchmal auch so?“. Das funktioniert, weil Ihr Gehirn besonders auf Ihren eigenen Namen reagiert. So kommen Sie aus dem Ärger-Strudel raus und erkennen, dass auch Sie selbst manchmal Unsinn erzählen. Dann sagen Sie freundlich und bestimmt Ihre eigene Meinung zum Thema.
  6. Ärger über sich selbst: Wenn Ihnen das nächste Mal etwas nicht gelingt oder Sie etwas vergessen haben und Sie sich über sich selbst ärgern, dann sagen Sie sich: „Superstars dürfen das – außerdem: Ist es lebensbedrohlich?“. Sie werden schmunzeln und einsehen, dass es halb so schlimm ist. Beim nächsten Mal achten Sie einfach mehr drauf und haben wieder etwas gelernt.
  7. Ärger im Streit: Wenn Sie das nächste Mal im Clinch mit anderen liegen und es lauter wird, dann unterbrechen Sie kurz und überlegen Sie sich „Will ich Recht haben oder glücklich sein?“ Das ist eine starke Technik, um zum Kern des Konfliktes zu kommen. Sagen Sie nach dieser „Selbstberuhigung“ dann, was Sie wollen und wozu Sie bereit sind, um den Streit zu schlichten.

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Beck kompakt
Christian Bremer, Das Prinzip Achtsamkeit, Verlag C.H.BECK, 2015, 128 Seiten, kartoniert
€ 6,90, ISBN 978-3-406-67419-8

 

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