Mensch und Agilität: Was die Benediktsregel mit agilem Arbeiten und Führen zu tun hat

11.04.2022

Unsere Arbeitswelt befindet sich mitten in einem längst überfälligen Wandel. Doch wenn Methoden wie Scrum, Agilität und New Work falsch interpretiert und implementiert werden, bleiben vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Strecke. Anselm Bilgri und Maurizio Singh begegnen dieser Hürde auf ungewöhnliche Art: Auf den ersten Blick mögen das Klosterleben und die agile Arbeitswelt nicht viel gemein haben, doch anhand der Regel des Heiligen Benedikt rücken die Autoren „das rechte Maß“ in das Zentrum unseres Handelns und den Menschen wieder in den Fokus der modernen Arbeit und Führungslehre.

Angefangen bei der Gestaltung der Büroflächen, über die Art und Weise des Zusammenarbeitens bis hin zur Vorgehensweise bei Projekten und der Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vollzieht sich gerade ein immenser Wandel in unserer Arbeitswelt. Schlagworte wie „Scrum“, „Agilität“ und „New Work“ sind in aller Munde. Die Intention dahinter ist begrüßenswert: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Freiräume erhalten und selbstbestimmter arbeiten können. Doch mit der Freiheit kommt auch die Verantwortung. Teams sollen sich selbst organisieren, die Prioritäten sollen eigenverantwortlich gesetzt werden und jeder kann frei entscheiden, wann und wo sie oder er arbeiten will. Die Ziele der Arbeit werden jedoch weiterhin vom Management vorgegeben.

Die neuen Freiheiten der Arbeitswelt führen daher dazu, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich alleingelassen fühlen und orientierungslos vor den ihnen gestellten Herausforderungen stehen. Wenn haltgebende Strukturen nicht mehr ausreichend vorhanden sind, dann wird die ständige Pflicht dynamisch und flexibel zu sein zur Belastung.

Der Mensch braucht Strukturen. Er braucht ein ausgewogenes Maß an Freiheit und zugleich an Orientierung gebender Führung. Die Klöster der Benediktiner sind ein Beispiel für eine Organisationsstruktur, in der dieses richtige Maß gefunden wurde. Die über tausend Jahre alte benediktinische Regel ist auch für moderne Unternehmen ein Leitfaden, wie Unternehmensziele verwirklicht werden können und gleichzeitig die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig gewährt wird.

 

Über die Autoren:
Anselm Bilgri ist ehemaliger Benediktiner und führte als Cellerar der Abtei St. Bonifaz sowie Prior im Kloster Andechs die ca. 200 Mitarbeiter der angeschlossenen Wirtschaftsbetriebe. Heute ist er als Unternehmensberater, Vortragsredner und Autor tätig.
Maurizio Singh ist promovierter Ökonom und im Bereich Digitalisierung und Innovation tätig. Er hat mehrere Startups gegründet und in verschiedenen Unternehmen mit agilen Methoden gearbeitet.

 

Anselm Bilgri / Maurizio Singh
Agiles Arbeiten – Agile Führung,
Verlag Franz Vahlen, München
2022, XII, 152 Seiten, Hardcover
€ 24,90 [D], ISBN 978-3-8006-6469-6

Zum Abdruck frei. Belegexemplare erwünscht.
Gerne vermitteln wir für Interviews den Kontakt.
Für Verlosungsaktionen stellen wir Exemplare des Buches zur Verfügung.

Pressekontakt

Kathrin Moosmang

Tel:+49 89 381 89 666

Kathrin.Moosmang@beck.de

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